Regulierung · ABD

Das Zeitalter des billigen Pakets ist vorbei: Temu und Shein setzen auf lokale Händler

9. Oktober 2026
Regulierung · ABD

Nach dem Aus der 'De-minimis'-Freigrenze in den USA wurde das Versandmodell aus China teuer. Die Plattformen wechseln zu lokalem Lager und lokalen Händlern — Chance und Risiko zugleich.

Nachdem die USA die 'De-minimis'-Regelung abgeschafft haben, die geringwertige Pakete zollfrei durch den Zoll ließ, ergibt das Modell, billige Ware direkt aus China einzufliegen, für Temu und Shein wirtschaftlich keinen Sinn mehr. Schätzungen zufolge machten die beiden Plattformen zusammen rund 30 % aller De-minimis-Pakete in die USA aus. Als Reaktion setzen beide nun auf lokale Lagerhaltung und die Aufnahme US-ansässiger Händler und positionieren die Ware vorab im Land.

Für den unabhängigen Händler schneidet das in beide Richtungen. Einerseits lässt der Preisdruck nach, da der ultrabillige grenzüberschreitende Wettbewerber teurer wird — wer über Qualität konkurriert, bekommt Luft. Andererseits öffnet sich eine neue Wettbewerbsfront, da Temu und Shein ihre Netze lokaler Händler ausbauen. Gewinnen wird, wer die neuen Zollkosten korrekt einpreist und auf 'netto profitable' statt bloß 'billige' Produkte setzt. Das goldene Zeitalter des kleinen Pakets ist vorbei; das Zeitalter der Margendisziplin beginnt.

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